Für die heutige Ausgabe des Magnetic Charisma Podcasts habe ich mich mit meiner guten Freundin Susanne Kilian, UNO-Dolmetscherin, Trainerin für interkulturelle Kommunikation und Autorin des Buches „Don’t let me be misunderstood“ auf einen Eiscafé in Frankfurt am Main getroffen.

Susanne ist eine der renommiertesten, deutschen Dolmetscherin, die einzige Deutsche, die je auf höchster UN-Ebene dolmetschte, die regelmäßig bei den wichtigsten europäischen Gipfeltreffen mit dabei ist im vergangenen Jahr unter anderem auf der W20 women summit zwischen Frauen wie Ivanka Trump, der IWF Chefin Mme LaGarde und der aktuellen Ministerpräsidentin Mecklenburg Vorpommerns, Manuela Schwesig gedolmetscht, nicht zu letzt für Kofi Annan gearbeitet hat und vielen deutschen Unternehmen dabei hilft ihre Kommunikation mit internationalen Kundinnen und Kunden aufs höchste Niveau zu bringen.

Ich habe mich in den vergangenen Jahren selbst von Susanne coachen lassen und war bei einigen ihrer Seminare anwesend und habe ihr Buch “Don’t let me be misunderstood” gradezu nur so verschlungen.

Mal davon abgesehen, dass sie mich zu vielen Ideen, die ich dir in den vergangenen Jahren präsentiert habe, inspiriert hat – ohne sie hätte es meine Ex Zurück Challenge in dieser Form gar nicht gegeben.

Im Mai haben wir uns in Frankfurt getroffen und haben auf der Dachterrasse des Alexa Cafés ein rund 40-minütiges Interview aufgenommen in dem dir Susanne unter anderem darüber sprechen wird:

  • Ob es wirklich erstrebenswert ist, nach einer Trennung den Ex Partner zurück zu wollen
  • Was ihre Strategien sind um einen Menschen, der ihr wirklich am Herzen liegt zu vergessen oder loszulassen
  • Was beim Flirten in anderen Kulturen wie z.B. der französischen, anders ist?
  • Das wichtigste Wort beim Flirten
  • Was du tun kannst, wenn er dir nicht mehr bei WhatsApp antwortet und die 3 Level der Kommunikation die du bei deiner WhatsApp unbedingt beachten solltest
  • Ihre Ansichten zu “Digitalen Beziehungen” in unserer modernen Zeit
  • und vieles, vieles mehr

Ich hoffe, diese Punkte alleine machen dich bereits heiß genug, auf das nachfolgende Interview.

Jonas Alexander: „Was wäre denn deine Antwort auf die Frage “Hey, was kann ich tun wenn er mir nicht mehr bei WhatsApp antwortet?”“

Susanne Kilian: „Ich denke, das sind verschiedene Level: Auf der einen Seite ist es das Level: Jeder hat seinen eigenen Rhythmus, seinen eigenen Tagesablauf. Frauen kommunizieren oft parallel. Bei Männern hab ich das Gefühl, dass sie es weniger machen. Das heißt, ich kann ‘ne Mail schreiben, gleichzeitig whatsappen und mich noch mit einer Freundin unterhalten. Ich habe das bei einem Mann noch nie erlebt. Ich denke da haben wir verschiedene Rhythmen und verschiedene Tagesabläufe und auch vollkommen verschiedene Arten zu kommunizieren. Das wäre der erste Level.

Das zweite Level ist: Hab’ ich eigentlich schon deutlich gemacht wie wichtig mir WhatsApps sind? Wenn ich für mich weiß, dass es ist mir ganz wichtig ist, zwischendrin mal eine Nachricht zu kriegen, dann glaube ich ist das eine charmante Art den Mann das wissen zu lassen und zu schreiben: „Hey, WhatsApps von Dir machen mich echt glücklich!“ oder so was wie „Eine Whatsapp von dir und mein Tag strahlt“. Ich glaube das ist auch immer wichtig. Habe ich kommuniziert, dass mir WhatsApps und zwischendrin Nachrichten wahnsinnig wichtig sind?

Christine Lagarde, Manuela Schwesig, and Ivanka Trump at the W20 Conference Gala Dinner
Christine Lagarde, Manuela Schwesig, Susanne Kilian und Ivanka Trump auf dem Gala Dinner der W20 Conference 2017
Dann gibt’s auch noch einen dritten Level: Wenn ich generell das Gefühl habe, ich bekomme nicht genug. Also diese Frage: Warum antwortet er mir bei Whatsapp nicht? Jeder von uns hat eine Erwartungshaltung. Und wenn ein Mann, wenn ich Level 1 und 2 ausgeschlossen habe, so ganz klar eine andere Erwartungshaltung an die Frequenz von Kontakt hat, dann ist es glaub ich ganz ehrlich mich zu fragen:  Was will ich? Und will ich tatsächlich längerfristig mit einem Mann zusammen sein oder einen Mann anschwärmen, der weniger Kommunikation brauch als ich? Macht mich das längerfristig glücklich? Und schaue ich nicht, ob es nicht andere Männer gibt, die eine ähnliche Intensität und Frequenz an Kommunikation brauchen?

Jonas Alexander: “Viele Frauen schreiben mir immer wieder, dass sie so das Gefühl haben, dass entweder alle Männer vergeben sind oder alle guten Männer vergeben sind oder sie immer an den Falschen geraten oder das scheinbar irgendwie, in unserer heutigen modernen Zeit, keine oder fast kaum noch Männer gibt, die sich wirklich binden wollen. Was wäre denn deine Meinung?”

Ich denke, dass die Art und Weise, wie wir heutzutage leben, uns tatsächlich viel Freiheit gibt, sich nicht zu entscheiden. Dann wiederum hab ich erlebt, dass Fokus in meinem Leben auch ganz entscheidend ist. Also ich beschäftige mich gerade mit einem neuen Rad und denke mir:  „Mensch ein schönes rosa Rad fahren“ und urplötzlich sehe ich nur rosa Räder; schwangere Frauen sehen nur noch schwangere Frauen. Ich hab mir eine schöne neue Tasche gekauft und urplötzlich hab ich das Gefühl ganz viele Frauen haben auch diese Tasche. Das heißt, mein Leben ist natürlich auch Produkt meiner Gedanken. Und wenn ich mich darauf fokussiere, dass ich Männer kennenlerne, die sich nicht entscheiden können, dann lerne ich solche Männer kennen. Ich kenne viele Männer, die mir sagen, dass sie Frauen kennenlernen, die nicht wissen was sie wollen und die sich nicht entscheiden können. Es ist vielleicht auch immer wieder eine Frage meines Fokus.

Wenn ich von Anfang an sage: „Ich lerne Männer kennen die vergeben sind“. Und das fällt mir tatsächlich auch im Freundinnenkreis auf. Wunderbare Frauen in meinem Freundinnenkreis haben die Tendenz sich immer in verheiratete Männer zu verlieben. Bis ich mich gefragt habe: Mein Gott, ich kenne die Frauen schon seit vielen, vielen Jahren. Und warum verlieben die sich ausschließlich in verheiratete Männer? Es gibt eigentlich auch genügend unverheiratete Männer.

Von daher: Wir können die Dinge nicht ändern. Wir können nicht ändern, dass uns die modernen Medien,  dass uns die Art und Weise, wie wir heute arbeiten, auch die Tatsache, dass es sehr viel weniger sozialen Druck gibt, verheiratet zu sein oder in einer festen Beziehung zu sein. Vor 20 / 30 Jahren hatte das ja auch ein soziales Stigma. Die Tatsache, dass wir freier leben, bietet natürlich auch eine buntere Plattform an. Menschen können sehr viel unverbindlicher sein. Die Frage ist immer: Wie gehe ich damit um? Lege ich mir mein Ziel vor und wenn mein Ziel ist:  Ich möchte in einer festen, in einer monogamen, einer verbindlichen Beziehung sein, ist es vielleicht auch bedingt zielführend, sich einen verheirateten Mann zu verlieben?

Jonas Alexander: „Das ist eine Ansicht dazu. Auf der anderen Seite gibt es natürlich wiederum Menschen oder Leute, die dann so rum argumentieren und es eben tatsächlich so ist, dass es Menschen gibt, die bindungsfähig sind oder bindungsfähiger als andere oder die sich prinzipiell eher an jemanden binden. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die bindungsscheu sind oder das eher vermeiden, die ihre Freiheit lieben.

Wenn du Freundinnen hast, die sich ständig in verheiratete oder vergebende Männer verlieben, dann hat das vielleicht einen Grund. Es gibt viele Frauen, die ich kenne, oder auch Männer, die ich kenne, die dann so herum argumentieren, dass Menschen, die wirklich bindungsfähig sind und die Bindungen anstreben, die sind meistens gerade vergeben.“

Susanne Kilian: „Na klar wenn mein Lebensziel ist: „Ich möchte in einer verbindlichen Beziehung sein“ werde ich natürlich auch viel mehr Energie darauf setzen, jemanden zu finden. Und ich würde natürlich auch sehr viel mehr Energie daran setzen, diese Beziehung auch zu gestalten und zu behalten. Nichts desto trotz gibt es Trennungen; auch beziehungsfähige Menschen trennen sich.

Und was ich zum Beispiel immer wieder erlebe, sind diese digitalen Beziehungen, dass Männer mit mehreren Frauen gleichzeitig digital flirten und das auch brauchen. Die Frage ist eben immer: Lasse ich mich darauf ein oder lasse ich mich nicht ein? Wie realistisch bin ich in meiner Einschätzung? Ich habe jetzt kürzlich mit einer Frau gesprochen und das fand ich nahezu „heartbreaking“.

Sie hat mir erzählt, dass sie seit vielen Jahren ganz intensiven WhatsApp Kontakt mit dem Mann hat, der nicht in ihrem Land lebt. Sie ist dann extra zu diesem Mann gefahren, in das andere Land, um ihn kennenzulernen, und hat dann dort erfahren, dass er in einer festen Beziehung ist. Ich habe ein wirkliches Problem mit dem Wort Beziehungsfähigkeit. Es treffen ja immer zwei Menschen aufeinander. Oder eher Bindungswillig.

Ich denke es gibt viele Menschen beziehungsweise jede Konstellation, die sich kennenlernt, verhandelt ja auch wieder neue Prämissen. Und wenn ein Mensch sich nur bedingt binden will, kommuniziert das eigentlich relativ schnell. In dem er zum Beispiel den Kontakt primär digital lässt, in dem er nicht konkret nach Treffen fragt, in dem er ganz klar auch Energie reinsteckt, diese digitale Beziehung reell zu machen. Wenn das nicht kommt, ist es ein relativ klares Zeichen, dass das digitale „Ich denk an Dich“, „Da ist jemand, der findet mich toll“, gewollt wird, aber nicht mehr.

Ich denke, ich bin immer die Regisseurin meiner Kommunikation und meines Lebens und meiner Beziehungen. Wir haben heute sehr viel mehr Auswahl. Das heißt, das macht es komplizierter, das macht es komplexer. Ich habe sehr viel mehr Möglichkeiten, Menschen kennen zu lernen und mit denen auf diverseste Art und Weise Kontakt zu pflegen. Ich bin aber diejenige, die die Regeln macht und idealerweise schaut: „Tut mir diese Art von Kommunikation gut?“; „Das ist nett, weil das nicht der Mann ist, mit dem ich diskutieren muss, ob die Socken zu Hause in die Waschmaschine gehören oder auf dem Fußboden dekorativ aussehen.“

So ein rein digitaler Mann hat ja auch durchaus seine Vorteile. Wenn ich aber sage: „Ich will den echten Mann!“, dann liegt es an mir das zu sagen.“

Jonas Alexander: „Viele Frauen finden mich irgendwie wegen dem Thema Trennung oder super viele Frauen oder generell viele Menschen durchlaufen gerade eine Trennung oder haben vor einiger Zeit eine Trennung durchlaufen.  Vielleicht sogar so krass, dass der Partner gestorben ist. Eine ziemlich harte Trennung.

Was wäre denn dein Rezept oder deine Ansicht dazu? Ist es erstrebenswert, nach einer Trennung zum Partner zurück zu wollen oder zu finden? Auf der anderen Seite, wenn es das nicht wäre, was wären deine Strategien um einen Menschen, der einem wirklich am Herzen gelegen hat oder immer noch liegt, zu vergessen?“

Susanne Kilian; „Das ist jetzt mal mehr als nur eine komplexe Frage. Trennung durch Tod ist glaube ich etwas ganz spezielles. Das klingt gerade sehr in mir nach, weil ich erst vor kurzem meinen Papa verloren habe. Ich weiß, wie weh das tut und ich möchte mir das Szenario gar nicht vorstellen, den Lebenspartner zu verlieren. Ich glaube, das ist jetzt eine Qualität in sich selber. Bei mir ist es noch relativ frisch, es sind jetzt sieben Wochen. Ich finde mich glaub ich damit gerade ab, dass Trauer etwas ist, was einen ganz lange begleiten kann. Mir hat es sehr geholfen und hilft das auch immer noch: Ich habe eine Trauerrede geschrieben und ich habe ganz intensiv über mein Papa nachgedacht und das ist so eine Sache, die ich empfehlen kann. Aufschreiben! Der Tod ist glaube ich ein ganz spezifisches Trennungsszenario, da kann ich wenig Tipps geben.

Wenn ich höre: „Was kann ich tun um mein Partner zu vergessen?“ Dann hört sich das in meiner Welt sehr verletzt an. Weil ich wünsche eigentlich jemandem oder allen eine Trennung, in der man sagen kann: „Hey schön, dass wir zusammengekommen sind! Schön, dass wir gemeinsam miteinander einen Lebensweg gehen konnten. Und ich wünsche dir das Allerbeste!“ Das wäre so ein ideales Trennungsszenario! Dass man sieht, dass es wichtig und richtig war, eine Zeit des Lebens zusammen miteinander beschritten zu haben und dass diese Zeit jetzt zu Ende ist. Und die Tatsache, dass irgendwann eine gemeinsame Zeit zu Ende ist, muss ja nicht unbedingt die Beziehung schlecht machen.

Über viele Jahrhunderte war dieses Ideal der lebenslangen Beziehungen da,  die Menschen sind aber sehr viel früher gestorben. Es gab viel größere Soziale, gerade diese Gesellschaft hat uns alleine schon in lebenslange Beziehungen gezwungen. Es waren ja nicht nur Liebesgemeinschaften, sondern das waren Lebensgemeinschaften, das waren Nutzgemeinschaften.

Jetzt, wo wir im Zeitalter der langen Lebensspanne leben und der freien Partnerwahl beide Geschlechter eben auch sehr unabhängig voneinander leben können, glaube ich, dürfen wir das Thema Partnerschaft noch komplett neu überdenken.

Vielleicht ist es vollkommen in Ordnung zu sagen: Es ist wunderschön, wenn ich einen Lebenspartner finde, der mich über viele, viele Jahrzehnte begleitet. In der Generation meiner Eltern sind die Menschen teilweise seit 50 / 60 Jahren verheiratet. Das ist eine wahnsinnige Leistung.

Die Frage ist: Ist das tatsächlich ein realistisches Lebensziel für uns? Und wenn es dann tatsächlich zu einer Trennung kommt, finde ich es wahnsinnig wichtig, einen Abschiedsbrief zu schreiben, wenn es nicht zu einer gütlichen Trennung kommen kann. Vielleicht ein Abschiedsbrief, in dem ich meine Gedanken sortiere und den niemals abschicke.

Aber das Schreiben mit der Hand ist für mich immer wieder ein sehr reinigender Prozess. Und wenn ich die Frage lese: Was kann ich tun um Menschen zu vergessen? Dann zieht es mir das Herz ein bisschen zusammen. Ich denke, eigentlich ist jeder Mensch, der uns so intensiv berührt und begleitet hat, dass er uns auch zu verletzten konnte, auch ein Lehrer. Ich würde jedem wünschen, nach so einer Trennung auch die Möglichkeit zu haben, darüber nachzudenken: Was darf ich daraus lernen? Warum sind wir uns begegnet? Warum haben wir uns so verletzt? Und wie lerne ich in der Zukunft daraus?

Ich bin so jemand, ich erwische mich, dass ich immer wieder die gleichen Fehler mache. Und deshalb glaube ich sehr ans aufschreiben. Ich vergesse dann nur immer wo es aufgeschrieben habe.

Nach vielen, vielen Jahren kommt mir dann irgendwas wieder in die Hände wo ich mir sage, dass ich die Erfahrung hier schon mal gemacht. Schreib einen Brief zum Gedankensortieren nur für dich selbst. Dann kannst du immer noch schauen. Ich finde gerade bei einer Trennung, die digitalen Medien wahnsinnig gefährlich, weil jeder ist verletzt und neigt ganz schnell dazu, in unserem digitalen Zeitalter mal schnell eine SMS oder eine Nachricht zu schicken aus der Verletztheit.

Ich finde es wichtig, wenn es um Kommunikation geht, erst mal zu überlegen: Was soll tatsächlich bei dem anderen ankommen? Digitale Medien verleiten dazu Kommunikation zu verwässern. Ich muss nicht sofort auf alles eine Meinung haben. Ich muss nicht sofort antworten. Ich muss nicht sofort Dinge klären.

Gerade wenn ich verletzt bin, ist es ganz wichtig, für mich selber zu schützen, erst mal wieder zu mir zu kommen und zu sagen: „Hey was geht gerade in mir vor?“ Und: „Was möchte ich dem anderen wirklich mit auf den Weg geben?“

Deshalb rate ich ganz einfach dazu. Ich finde es vollkommen in Ordnung zu sagen: Du ich bin sehr traurig. Ich bin gerade sehr verletzt. Ich brauche jetzt erst mal Ruhe und Abstand. Lass mich überlegen, lass mich verdauen. Ich denke die wichtigste Beziehung in meinem Leben ist die Beziehung zu mir selber. Dass ich mich nähre, dass ich auf mich aufpasse, dass ich versuche, gut zu mir zu sein, dass ich mir durchaus auch einen gewissen Schutz zugestehe.

Wenn ich sofort in das Gefühl gehe und das auch gleichzeitig kommuniziere, weiß ich nicht, ob das immer so zielführend ist. Es ist vollkommen in Ordnung erst mal zu sagen: Hey hier ist meine Grenze. Ich bin gerade traurig. Ich bin gerade verletzt. Dann erst mal schreiben, sortieren und dann kommunizieren. Immer erst sortieren und dann kommunizieren.

Aus meiner Sicht ist eine Trennung vielleicht einfach ein Zeichen des Lebens, dass irgendwas, so wie es gelaufen ist, nicht richtig war. Dass man generell darüber nachdenken sollte, so wie es in den letzten Wochen und Monaten gelaufen ist, ob das wirklich der richtige Weg war und ob es für die Zukunft das Richtige ist.

Ich denke, dass Trennungen und zwar in jeder Dimension, egal, ob das jetzt der Tot ist oder eine von beiden Seiten gewollte Trennung oder eine einseitige Trennung. Trennung ist immer ein Entzug. Da fehlt plötzlich jemand, der ein ganz entscheidender Teil meines Lebens war. Der mein Zuhause war, der mein Herz war, der mein Leben mit gestaltet hat, der ganz aktiv an meinem Alltag partizipiert. Egal ob das jetzt in der reellen oder digitalen Welt war. Da war jemand da und der war mir wichtig. Und jetzt ist er weg und das tut weh.

Das ist reiner Entzug. Das ist emotionaler und körperlicher Entzug. Und solange ich unter einem emotionalen und körperlichen Entzug leide,  kann ich vielleicht auch nicht immer direkt reflektieren und wirklich sinnvolle Entscheidungen treffen.

Ich glaube, das ist eine urmenschliche Sache. Ich habe etwas und jetzt ist es weg. Und ich will es wieder. Ich bin in dem Moment noch gar nicht in der Lage zu entscheiden: Ist das wirklich sinnvoll, diese Art von Beziehung weiterzuführen oder bin ich gerade nur in dem Entzug? Und Liebesentzug tut immer bestialisch weh und ich will es zurückhaben.”

Jonas Alexander: „Weißt du was die Kommunikation – gerade wenn es um Beziehungen geht – anders ist? Zum Beispiel mit französischen Männern.“

Susanne Kilian: „Ja, ich denke in jeder Kultur wird anders geflirtet und wird der Flirt auch anders kultiviert. In Frankreich kultiviert man ihn sehr. In Frankreich gehen Frauen und Männer miteinander auf einem ganz anderen Level um als in Deutschland.

Das ist wahnsinnig schwer so allgemein zu beantworten. Ich denke, ein Wörterbuch auf Beinen ist immer extrem aufregend und spannend. Ich darf dabei ganz klar viel lernen. Ich lerne eben nicht nur Menschen kennen sondern ich lerne andere Kultur kennen. Ich lerne, auf eine komplett andere Art zu kommunizieren. Und das ist eine wunderbare Horizonterweiterung. So ein Lebenswerk ist ja international besser verstehen und verstanden werden. Es hilft von Anfang an zu verstehen, dass bestimmte Dinge komplett anders formuliert werden. Wir kommen aus einer Kultur in der Dinge sehr direkt kommuniziert werden.

Wir werden groß mit: Komm zum Punkt! Sag wie es ist! Mach’s kurz! In anderen Kulturen ist es natürlich komplett anders. Es ist ein so weites Feld, da bin ich jetzt ein bisschen verloren und bräuchte vielleicht noch konkretere Fragen.

Ja ich glaube viele Frauen finden das sehr, sehr spannend. Gerade ausländische Männer stammen aus Neues oder irgendwas was sie nicht gewohnt sind.

Auf der anderen Seite haben genau die gleichen oder auch andere Frauen umso mehr die Angst davor Fehler zu machen oder dass die Art und Weise, wie er sich verhält, falsch zu interpretieren. Und ich glaube, dass gerade in solchen Beziehungen oft sehr viel Kommunikation verloren geht, sowohl von Frauen, als auch von Männern oder je nachdem welche Kulturen aufeinander treffen. Ich gehe zum Beispiel mal davon aus, dass die französische Kultur sehr viel blumiger,  sehr viel schmeichelhafter ist.

Naja die Art und Weise, wie man miteinander kommuniziert, jegliche Art von Dialog mit einem deutschen Mann oder mit einer anderen Kultur, ist Neugier. Der Grundstock für eine Beziehung ist immer die Kommunikation. Einmal auf die körperliche und die auf der verbale Eben. Und ich denke, wenn ich eine Beziehung mit einem Mann aus einer anderen Kultur eingehe, ist die Neugier ganz entscheidend. Und diese Neugier auch zu kommunizieren. Also diese Frage: Hilf mir dich zu verstehen! In dem Sinne „Mensch ist das spannend. Ihr verhaltet oder kommuniziert gerade so, woher kommt das? Erzähl mir von deinem Leben! Erzähl mir von deiner Religion!“  Das ist so ein Grundstock: nicht nur die Neugier auf den Mann, sondern auch auf die Kultur.

Eine sehr gute Herangehensweise, vor allem wenn irgendwie gerade was im Raum steht, als Mann oder Frau und man weiß gar nicht, was los ist oder warum er so ganz anders reagiert, als das normalerweise Deutsche tun würden. Auf der anderen Seite finde ich es unglaublich spannend, als Deutscher die Erfahrung zu machen, in anderen Ländern und Kulturen unterwegs zu sein und dort zu erleben, wie es ist,  Ausländer zu sein oder ganz anders zu sein, als die Leute vor Ort. Ich sehe es gerade in der jüngeren Generationen, dass bei uns viele Leute am Reisen sind. Viele sind in Asien, Thailand oder Indonesien unterwegs, es scheint ein super großer Trend zu sein nach Bali zu fliegen und Yoga  Retreats zu machen.

Wenn ich als Franzose oder Deutscher oder Engländer nach Bali zum Yoga Retreat gehe, dann ist die Chance, einen Balinesen kennenzulernen, der tatsächlich als Gast auf diesem Yoga Retreat ist, mehr oder weniger zero. Das sind die Leute, die mich bekochen, das sind die Leute die mich zu dem Yoga Retreat fahren. Reisen ist ja gut und schön. Die Frage ist: Wie reise ich?  Und ich glaube, wenn ich tatsächlich eine Beziehung mit einem Balinesen eingehe, dann ist das doch nochmal ein ganz anderer Level. Ich brauche dann die Offenheit und Neugier, nicht nur in einen Yoga Retreat  zu gehen, sondern wirklich zu fragen: „Hey wie lebst du? Wie ist deine Kultur? Was ist dir wirklich wichtig?“

Ich finde es ja immer wieder auch ganz schön, wenn du in einer Beziehung mit jemand aus einer anderen Kultur bist. Dann kannst du auch vieles auf dieses „Oh, it’s cultural!“ schieben, was unter Umständen auch mit einem Mann aus Wanne-Eickel hättest. Die Tatsache, dass man sich nicht immer versteht und nicht immer eine Schnittmenge finden kann. Wenn man es dann auf das „was Kulturelles“ zurückschieben kann. Das hat auch etwas wahnsinnig Entlastendes.”

Jonas Alexander: “Was glaubst du denn woran es liegt, dass es in unserer heutigen Zeit so viele Frauen gibt, die das Gefühl haben, dass sie von den Männern nicht respektiert werden, dass Männer immer nur das Eine wollen. So viele Männer eben einfach nicht wirklich bindungswillig sind. Keine Beziehung wollen. Was hältst du von diesem ganzen Thema: Affären haben, vielleicht auch mit Männern, die tatsächlich verheiratet sind?”

Susanne Kilian: “Wow! auch wieder eine ganz komplexe Frage! Ich versuche es mal wieder ein bisschen zu strukturieren.

Ich meine es spielt auch viel Ethik und Moral mit rein.

Die erste Frage war: Frauen erzählen dir, es gibt zu wenig Respekt vor Frauen. Weiß ich nicht! Wenn ich mit älteren Frauen spreche, dann kann ich immer nur demütig dankbar sein, wie viel die für uns erreicht haben. Meine Mutter musste damals noch die Unterschrift meines Vaters haben, um arbeiten zu dürfen. Mein Vater war nur Student. Meine Mutter hat die Familie ernährt und mein Vater musste unterschreiben, dass sie arbeiten darf. Das ist so eine Sache. Wenn mir meine Mutter erzählt, dann starre ich sie an als wäre sie aus einem anderen Jahrhundert. Dabei ist es meine Mama. Ich denke, dass wir gerade eine unglaublich viele Freiheiten genießen.

Wir sind noch nicht lange da wo wir hin sollten, was das Thema Gleichberechtigung angeht. Und wenn ich höre es gibt zu wenig Respekt, dann kann ich nur sagen, fange ich mal bei mir an. Hab ich Respekt vor mir selbst? Das ist auch wieder: Meine Ziele klar vor Augen haben! “Was will ich von meinem Leben?”; “Was für eine Art von Beziehung?”; “Was für eine Art von Sexualität tut mir gut, tut mir längerfristig gut?”

Ich finde es ist vollkommen von Frauen zu sagen: Ich möchte Sex! Es ist vollkommen ok für Frauen zu sagen: Ich hab keinen Sex vor der Ehe! Es ist vollkommen okay für Frauen zu sagen: Ich möchte eine monogame verbindliche Beziehung! Da habe ich erst mit einer Frau gesprochen und ich liebe die Gespräche mit älteren Frauen, die gesagt hat: Ich möchte keinen Mann mehr im Haus haben, die machen zu viel Dreck. Es ist vollkommen in Ordnung!

Das ist ja das tolle und das spannende, gerade an der Zeit, in der wir leben. Dass ich ganz viele Optionen habe. Das Problem ist nur, wenn ich in der Welt lebe mit ganz vielen Optionen, ist es auch gar nicht so einfach macht, das richtige Produkt, den richtigen Lebensweg, die richtige Entscheidung für mich zu treffen. Es gibt nicht das glückbringende Lebenskonzept!

Es ist vollkommen ok für Frauen zu sagen: “Ich möchte zehn Kinder.” Ich muss für mich die Entscheidung treffen. Ich glaube das ist es eher: “Was will ich?”, “Wohin will ich?”, “Was tut mir gut?”

Und entsprechend liegt es an mir, die Entscheidungen zu treffen und diese Entscheidungen auch Männern gegenüber zu kommunizieren. Ich glaube nicht, dass Männer ausschließlich Sex wollen. Ich denke, dass die Männer, die ausschließlich Sex wollen, das auch sehr klar kommunizieren können. Ich meine es gibt immer Menschen, die betrügen, die die Wahrheit etwas vertuschen. Sie vergessen, dass sie eine Frau oder eine Freundin haben. Wenn ich das ausschließen will, dann ist es vielleicht doch wieder an mir, das vorher wirklich abzufragen.

Diese Idee von: Wenn ich mich selber respektiere und auf mich selber aufpasse, dann passiert es vielleicht weniger, dass mich Menschen überrennen können. Respekt ist was ich mit mir selber erst mal definieren sollte. Was ist für mich ein respektvoller Umgang? Ich habe als Frau das Recht und die Kraft zu jedem Zeitpunkt zu sagen: “Ich will oder ich will nicht. Ich hab das Recht und die Kraft in der Situation, die mehr dann nicht mehr gut tut und der ich mich nicht mehr respektvoll behandelt fühle.”

Aus dieser Situation rauszugehen.

Ich finde es auf der anderen Seite auch immer wieder spannend, wie viele Frauen ihren Partner eigentlich gar nicht wirklich kennen, oftmals ist der Partner in vielen, vielen Fällen einfach eine riesengroße Projektionsfläche, in die man einfach nur seine Hoffnungen und Wünsche projiziert oder in schlechten Zeiten gerade das Gegenteil. Nicht umsonst gibt es viele Menschen oder durchaus Leute, die mit dem Sex erst mal ein bisschen warten und vielleicht drei, vier oder fünf Dates abwarten, um überhaupt herauszufinden, wer ist das eigentlich?

Oder ist das, was ich glaube wer er  ist,  wirklich auch das, was er tatsächlich ist?  Ich finde es immer wieder spannend wie viele Frauen oftmals doch sehr egozentrisch an Beziehungen oder Dating rangehen, aber wenig sich selbst wirklich für den Mann interessieren oder wirklich ganz genau wissen: Er ist so alt, das und das hat er gerade im Leben vor und das macht er gerade im Leben. Männer definieren sich hauptsächlich zu großen Teilen über ihre Ziele oder über das, was sie jeden Tag machen, über ihren Beruf. Ich meine wir machen hier große Themen auf.

Bevor man überhaupt darüber nachdenkt: „Kann wirklich langfristig eine Beziehung zwischen uns klappen oder funktionieren?“, erst mal zu schauen: „Wer ist er? Was für ein Typ ist er? Wo steht er gerade?  Was ist seine Motivation, seine intrinsische Motivation, dessen was er vorgibt sein zu wollen oder zu möchten? Und stimmt das mit dem überein, wohin ich will?“  Ich glaube, dass ist für die meisten Frauen oder generell für Männer oder Frauen. Wenn es tatsächlich darum geht sich zu binden, muss man sich darüber bewusst sein. Es ist natürlich so, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich sehr einsam fühlen und sich dann sehr schnell an einen Nagel klammern, den sie gerade gefunden haben. Deswegen nochmal so ein bisschen zur Frage zurück: Wie kann ich das, was ich mir wünsche, wirklich zur Realität werden lassen? Und wenn ich tatsächlich jemand bin, der sich diese Bindung wünscht: Was wäre da deine Empfehlung? Wir haben eben über Glaubenssätze gesprochen oder davon, wie man sich selbst an Realitäten ein bisschen schafft. Glaubst du dass man sich Fülle aus Mangel anziehen kann?”

Susanne Kilian: „Die Frage ist rein rhetorisch, oder?

Nein, zunächst möchte ich eine Lanze für die Frauen brechen.

Nach wie vor ist es für eine Frau, glaub ich, viel schwieriger zu sagen: „Ich bin alleine!“, „Ich bin Single!“, weil es in dem Gesellschaftsbild der Frau die Partnerschaft ist, aus der ich die Bestätigung ziehe.

Das ist glaube ich ist nach wie vor für eine Frau sehr viel schwieriger als für einen Mann. Als Single-Mann sagt keiner so schnell: „Was ist eigentlich verkehrt mit dem? Der hat einen guten Job, der hat ein gutes Einkommen, der sieht gut aus: Warum hat der keine Frau?“

Sondern da sagt man: „Hey, der hat es drauf. Überall Frauen die in anschwärmen, cool!“.

Bei einer Frau kommt irgendwann der Punkt, wo die Gesellschaft sagt: „Die hat einen super Job, die hat eine super Ausbildung, die hat ein angenehmes Äußeres, die weiß sich zu umgeben, die kann sich bewegen. Was ist eigentlich mit der falsch? Warum hat die keinen Partner?“

Ich glaube, da leben wir noch immer in zwei sehr verschiedenen Realitäten. Ich habe bis jetzt noch nie mitgekriegt und zwar noch nicht mal in dem modernen New York, in dem ich eine ganze Zeit lang gelebt habe, dass da jemand gesagt hat: „Guck Dir mal die Frau an, die hat alles und die hat’s drauf!“

Ich glaub, da wird noch mit zwei ganz verschiedenen Maßstäben gemessen und das reflektiert sich unter Umständen auch. Dieses Thema Partnersuche. Dass eine Frau sagt:  „So. Ich habe jetzt meine Karriere. Ich hab jetzt meinen Job und ich hab jetzt mein Standing und wo ist jetzt mein Partner?“ Ich fühle mich vielleicht sehr viel unvollkommener, als ein Mann in der gleichen Lebenssituation. Das sollten wir vielleicht tatsächlich einmal anerkennen und diese Idee von: Kann ich aus Mangel Fülle schöpfen?

Nein! Ich glaube nicht, dass das geht. Und da sind wir wieder bei dem Thema:. Wer bin ich? Was will ich? Was macht mich satt? Was macht mich glücklich? Was erfüllt mich? Und bin ich es wert?

Also wieviel Respekt habe ich vor mir selber? Wie sehr weiß ich, um mich selber?

Selbstliebe ist das schwierigste Thema im Leben. Und die wichtigste Beziehung im Leben ist die zu dir selber! Das spricht sich so einfach, aber das lebt sich gar nicht so einfach.

Ich denke das ist täglich Trial & Error! Nicht durch die Welt zu gehen, um zu sagen was ist eigentlich falsch mir? Und es ist so einfach zu sagen, wenn ich an den Punkt komme, was ist eigentlich falsch mit mir, zu sagen: „Oh! Mir fehlt der Mann!“ um mich darauf zu konzentrieren. Ich habe das Gefühl von Mangel,  weil mir der Mann fehlt! Ist das wirklich wahr?

Ich kenne sehr viele Frauen, die einen Mann haben. Das hilft aber nicht bei dem Gefühl des Mangels.“

Du kannst dir diesen und weitere Episoden des Magnetic Charisma Podcasts auch bei iTunes anhören.

Eine kurze PDF von Jonas Alexander mit den 10 wichtigsten Dingen, die du wissen solltest, bevor du deinem Traumprinzen die nächste WhatsApp Nachricht schreibst, findest du hier.

Susanne Kilian coacht deutsche Unternehmen international erfolgreicher zu kommunizieren. Ihr Buch “Don’t let me be misunderstood” erschein bei Random House Jahr 2015. Kontakt zu Susanne Kilian und ihren regelmäßigen “Fettnäpfen” findet man über ihre Webseite unter www.susanne-kilian.com

Weitere Publikationen von Susanne Kilian:

“Der deutsche Irrtum: Small-talk sei Zeitverschwendung” (WirtschaftsWoche, 13. April 2014)

“Smalltalk ist wie Tanzen” (Süddeutsche Zeitung, 28. März 2016)

“So klappt der Smalltalk auf dem nächsten Networking Event” (Gründerszene, 13. Oktober 2015)

“Warum muss man mit Deutschen für alles Termine ausmachen?” (Bento, 19. Februar 2018)

Bildlizenzen: By usbotschaftberlin (Ivanka Trump at the W20 Conference Gala Dinner) [Public domain], via Wikimedia Commons


Jonas Alexander
Jonas Alexander

ist Gründer und Geschäftsführer des Magnetic Charisma Ltd. Verlags und der britischen Naturkosmetik Marke Natural Charisma®. Bis zu seinem 22. Lebensjahr wuchs er in Deutschland auf; verbrachte seine Kindheit fernab der Stadt in einem kleinen Süd-West deutschen Dorf; lebte fast 2 Jahre in Berlin und verließ Deutschland anschließend voll und ganz. So zog er 5 Monate lang durch West Australiens Wüste und Dschungel; arbeitete sich dort hoch als ‚cashier & kitchenhand’ bis hin zum hochbezahlten Stahlschweißer, um bei 45 Grad Celsius bei einem renommierten Stahlunternehmen Zugwaggons und Rohre in Kleinteile zu schneiden. Im Frühjahr 2014 setzte er sich unter 200 internationalen Bewerbern als Business Administrator für ein deutsch-amerikanisches Online Unternehmen durch, stieg innerhalb von 2 Monaten zum Business Manager auf; schmiss dann jedoch auf einer kleinen thailändischen Insel auch diesen Job und gründete Magnetic Charisma. Seither erschienen unter seiner Feder eine ganze Reihe an Flirtratgebern für Frauen – darunter „Mann Verzaubern“, „Mann Entfrosten“, „Der Beziehungs-Transformator“, „Liebesgöttin“, „Bedingungslos Lieben“, „Weibliches Charisma“, „Das große WhatsApp Regelwerk“ und viele weitere, die sich seither unter einer stets wachsenden Leserinnenschar verbreiten.